Das Wichtigste in Kürze
Margeriten sind dank ihrer Robustheit und Pflegeleichtigkeit eine Bereicherung für jeden Garten. Mit der richtigen Pflanzanleitung und Pflege sorgen sie von Mai bis Oktober für eine üppige Blüte.
- Standortwahl und Bodenqualität: Margeriten bevorzugen sonnige und windgeschützte Plätze mit lockerer, humusreicher Erde.
- Gießen und Düngen: Regelmäßiges Gießen und gezieltes Düngen fördern Vitalität und Blütenpracht.
- Rückschnitt zur Blüteverlängerung: Ein gezielter Schnitt im Sommer kurbelt das Nachtreiben und die Vitalität an.
- Überwinterung der Strauchmargerite: Geschützte, helle und frostfreie Plätze sichern das Überleben der nicht winterharten Sorten.
Margeriten richtig zu pflanzen und zu pflegen schafft einen blühenden Garten, der über viele Monate Freude bereitet.
Die Margerite, vielfach geliebt für ihre schlicht-schöne Erscheinung, ist eine Gartenpflanze, die mit vergleichsweise wenig Aufwand eine lange Blütezeit bietet. Ihre weiß-gelben Blüten sind ein willkommener Anblick von Mai bis Oktober und locken zudem Bienen und andere Bestäuber an, was dem Garten ökologisch zugutekommt. Wer beim Pflanzen und Pflegen dieser Korbblütler einige Grundlagen beachtet, kann sich auf eine prächtige Blütenpracht freuen, die dem Garten Leben und Farbe verleiht.
Margeriten pflanzen: Standort, Bodenqualität und Pflanzanleitung
Für ein optimales Wachstum bevorzugen Margeriten einen hellen, sonnigen und zugleich windgeschützten Standort. Diese Bedingungen fördern eine gesunde Entwicklung und kräftiges Blühen. Wesentlich ist auch die Bodenqualität: Eine lockere Erde, angereichert mit Gartenerde, Torf oder Humus, ermöglicht den Wurzeln genügend Luft und Nährstoffe. Diese Kombination sorgt für eine gute Wasseraufnahme und stabile Pflanzen.
Beim Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass die Margeriten nicht zu tief gesetzt werden, damit der Wurzelhals gut belüftet bleibt. Dies verhindert Staunässe und schützt vor Wurzelfäule. Achten Sie zudem darauf, genügend Abstand zwischen den Pflanzen einzuhalten, damit sie sich gut entwickeln können und ausreichend Luft zirkulieren kann.
Optimale Bodenbedingungen für Margeriten
| Bodenart | Empfohlene Eigenschaften | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Lehmboden | Locker, humusreich, gut durchlässig | Ideal für stabile Feuchtigkeit ohne Staunässe |
| Sandboden | Leicht und durchlässig, mit organischer Substanz aufbessern | Gute Drainage, aber erhöhte Düngung notwendig |
| Tonboden | Humus zusetzen, um Kluftbildung und Verdichtung zu vermeiden | Achten auf gute Belüftung und Vermeidung von Staunässe |
Pflege der Margeriten: Gießen, Düngen und Schneiden
Auch wenn Margeriten zu den eher robusten Gartenpflanzen gehören, sind eine regelmäßige Bewässerung und eine angepasste Nährstoffversorgung für eine reiche Blüte unabdingbar. Im Sommer sollte der Boden stets frisch-feucht gehalten werden, ohne nass zu sein, um Wurzelfäule zu vermeiden. In Trockenperioden empfiehlt sich tägliches Gießen, insbesondere bei Topfpflanzen, die weniger Erde enthalten und schneller austrocknen.
Beim Düngen ist die Art der Margerite entscheidend: Anspruchsvolle Sorten profitieren von Flüssigdünger alle zwei bis drei Wochen während der Wachstumsphase von Mai bis August. Im Beet hingegen reicht meist eine jährliche Gabe von Bio-Granulatdünger im Frühling aus, da hier natürliche Humuszersetzung den Boden bereits mit Stickstoff versorgt.
Margeriten im Sommer zurückschneiden
Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert die Vitalität und verhindert, dass verblühte Samen unkontrolliert aussäen. Besonders bei Wiesenmargeriten ist das Abknipsen der welken Blütenstände empfehlenswert, um die Blütezeit zu verlängern und das Wachstum neuer Triebe anzuregen. Für Margeriten im Winterquartier empfiehlt sich ein stärkerer Schnitt auf etwa 15 bis 30 cm über dem Wurzelhals vor der Einwinterung.
Überwinterung der Strauchmargerite: Schutz und Standortwahl
Im Gegensatz zu den meisten anderen Margeritenarten ist die Strauchmargerite nicht winterhart. Sie verholzt mit der Zeit und benötigt einen besonders geschützten Platz während der kalten Jahreszeit. Ein heller Standort mit Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad Celsius ist optimal. Beispiele hierfür sind ein temperierter Wintergarten, ein helles Treppenhaus oder ein beheiztes Gewächshaus.
Wichtig ist, dass die Erde im Winter nicht vollständig austrocknet und der Standort hell bleibt. Eine dunkle Überwinterung ist für die Pflanze nicht geeignet, ebenso sollten Nachttemperaturen unter null Grad vermieden werden. Im Frühjahr kann die Margerite dann langsam an das Freiland gewöhnt werden, bevor sie endgültig ausgepflanzt wird.
Typische Krankheiten und Schädlinge bei Margeriten
Auch robuste Pflanzen wie Margeriten können von Schädlingen und Krankheiten betroffen sein. Blattläuse und Spinnmilben sind die häufigsten unerwünschten Gäste und treten meist im Frühjahr oder bei trockener Luft auf. Die Bekämpfung gelingt im geschützten Anbau durch natürliche Feinde wie Marienkäfer oder durch den gezielten Einsatz biologischer Pflanzenschutzmittel.
Außerdem kann es bei zu feuchter Witterung zu Echtem oder Falschem Mehltau kommen. Hier hilft das Besprühen mit einer milden Backpulverlösung, die Pilze bekämpft, ohne die Pflanze zu belasten.
Pflegepraxis: Tipps für blühende Margeriten im Garten und Topf
- Regelmäßige Kontrolle: Überwachen Sie die Feuchtigkeit des Bodens besonders im Sommer täglich.
- Umtopfen und Teilen: Alle 3 bis 5 Jahre sollten Topfpflanzen umgetopft und, je nach Sorte, geteilt werden, um Vitalität zu erhalten.
- Verblühte Blüten abschneiden: Verhindert unkontrollierte Aussaat und fördert neue Blüten.
- Überwinterung schützen: Nicht winterharte Sorten rechtzeitig an einen hellen, frostfreien Ort bringen.
- Biologischer Pflanzenschutz: Setzen Sie auf natürliche Mittel gegen Blattläuse und Spinnmilben.
Wie oft sollten Margeriten im Sommer gegossen werden?
Margeriten brauchen im Sommer regelmäßige Wassergaben. Bei heißen Temperaturen empfiehlt sich tägliches Gießen, damit der Boden frisch bis feucht bleibt.
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt von Margeriten?
Der Rückschnitt erfolgt idealerweise im Juli, um die Vitalität zu fördern und die Blütezeit zu verlängern. Bei überwinterten Pflanzen sollte vor dem Einräumen ein starker Schnitt erfolgen.
Wie kann ich die Strauchmargerite überwintern?
Strauchmargeriten sind nicht winterhart. Sie benötigen einen hellen und frostfreien Standort mit 5 bis 15 Grad Celsius, z.B. einen Wintergarten oder ein beheiztes Gewächshaus.
Welche Schädlinge treten häufig bei Margeriten auf?
Häufige Schädlinge sind Blattläuse und Spinnmilben. Natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer oder der Einsatz biologischer Mittel helfen bei der Bekämpfung.
Wie verhindere ich ungewollte Selbstaussaat bei Wiesenmargeriten?
Verblühte Blütenstände regelmäßig abschneiden, damit sich keine Samen ausbreiten und unerwünschte Jungpflanzen entstehen.








